Vor drei Jahren fuhren meine Freundin und ich nach Cres, Kroatien. Die Fotos und Videos von unserem Sommerurlaub schlummerten bis jetzt auf meiner Festplatte. Nachdem ich momentan wieder einen Campingurlaub vorbereite (diesmal geht es nach Norwegen), dachte ich, dass ich doch mal die angestauten Urlaubsfotos entstauben sollte und diesen kleinen Blogbeitrag für euch schreibe.

Die Fahrt von Wien nach Cres ist zwar nicht so lange (in siebeneinhalb Stunden ist man bereits am Ziel), aber sie war trotzdem sehr anstrengend: Bei meinem damaligen Auto war nämlich die Klimaanlage defekt, weshalb der Trip in der sommerlichen Hitze ganz und gar nicht angenehm war. Wir konnten dennoch unsere Fähre von Krk nach Cres rechtzeitig erreichen. Der Meereswind brachte uns dann endlich die „heiß“-ersehnte Abkühlung.

Ich bin ein Fan von ruhigen, abgelegenen Campingplätzen. Deshalb haben wir Camping Slatina als unsere Basisstation auf Cres auserkoren. Die Campinganlage liegt inmitten eines kleinen Pinienwäldchens. Zwischen all den Bäumen konnten wir auch unsere beiden Hängematten wunderbar anbringen. Perfekt zum Faulenzen also…  Neben den Stellplätzen wächst wilder Rosmarin und auch andere Kräuter lassen sich entdecken und gleich zum Kochen verwenden.

Weiters gibt es nur ein kleineres Dorf nebenan und am Campingplatz war ab 22 Uhr das Beleuchtung aus. Die Lichtverschmutzung war also relativ gering. Das ist natürlich großartig, wenn man so wie ich die Sterne liebt und gerne den Nachthimmel mit der Milchstraße betrachtet, was so bei uns in Österreich kaum noch möglich ist.

Ach ja, wie bei fast allen Urlaubsorten in Kroatien gibt es auch hier FKK Strände. Mir persönlich gefällt das ja sehr gut. Weniger Leute und das totale Freiheitsgefühl haben schon was für sich. Oftmals waren wir auch ganz alleine auf dem etwas abgelegenen Strand.

Ein paar Regentage hatten wir dann doch zu vermerken, aber das war nicht weiter schlimm, da das Wetter ansonsten wunderbar war. Ich habe die Gelegenheit dann auch gleich genützt und ein paar Videoaufnahmen von der Umgebung des Campingplatzes gemacht. Ein kurzes Video von den Impressionen habe ich euch auch zusammengestellt:

Neben dem ganzen Faulenzen und unseren Hauptaktivitäten (Essen, Schwimmen, Schnorcheln und Sterne-Schauen) raften wir uns dann doch ein paar Mal auf, um die Insel (hauptsächlich die Stadt Cres) und das angrenzende Losinj zu erkunden.

Cres ist ein romantisches kleines Städtchen mit vielen Restaurants und in kleinen Gassen versteckten Cafés. Man bekommt leckere, frische Meeresfrüchte bei den Restaurants am Hafen um kleines Geld. Wenn ihr mich ein bisschen kennt, dann wisst ihr, dass ich gerne ohne Plan durch die Stadt laufe und mich treiben lasse, um Details zu entdecken und ein gewisses Gefühl für den Ort zu bekommen. Hier sind ein paar Eindrücke und Detailaufnahmen von der Stadt Cres:

Ein weiterer Tagesausflug brachte uns auf die Insel Losinj, wie bereits weiter oben beschrieben. Cres und Losinj waren einst eine einzige Insel, aber die alten Römer dachten sich (vor ca. 2000 Jahren), dass es mit dem Boot wohl einfach schneller geht, wenn man einen Kanal gräbt. Diese künstliche Teilung der einstigen größeren Insel kann nun auf einer kleinen Brücke passiert werden.

Nach einem Besuch von Mali Losinj fuhren wir zu dem südlichsten Punkt der Insel. Dort führt ein kleiner Trampelpfad hinab zu einer kleinen aber feinen Bucht. Sie ist nur zu Fuß oder mit dem Boot zu erreichen und damit nicht von Touristen überlaufen.

Falls man nach dem ganzen Wandern und Schwimmen dann doch hungrig geworden ist, kann man sich unweit bei dem kleinen Restaurant Balvanida mit Köstlichkeiten, wie Lamm oder Fischgerichten versorgen. Das gegrillte Lammfleisch war traumhaft zart. Ich hatte ehrlich noch kein besseres. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die Besitzer auf der kleinen angrenzenden Farm ihre eigenen Lämmer heranzüchten. Also falls ihr mal vor Ort seid: Unbedingt probieren!